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Paul Waatkaar Savoy

 
Paul Waatkaar Savoy

Geboren
06. September 1961

Geburtsort
Tonsenhagen

Eltern
Olav (Pharmazeut) und
Gerd (Angestellte)

Schwester
Tonje Waaktaar Gamst

Verheiratet
Lauren Savoy

Kinder
Sohn True August "Augie"

Wohnhaft in Manhatten und Oslo

Paul Waatkaar Savoy


Biographie

 
Der eher schüchterne Perfektionist Paul Waaktaar Savoy (geb. als Pål Gamst) erblickt am 06. September 1961 in Tonsenhagen, nahe der Hauptstadt Oslo, das Licht der Welt. Und was es bedeutet dort aufzuwachsen ist ein unmittelbarer Zugang zu den Theatern und Konzertsälen zu haben. Oper und Ballett erlebte er seit seiner frühsten Kindheit und Paul übernahm schon sehr früh die großelterlichen Interessen für klassische Musik.

"Die Art von Musik, die in unserem Haus gespielt wurde, war oft sehr Opernartig. Und auf eine Art bin ich sehr dankbar darfür, da es mir einen breiteren Zugang zur Musik gibt. Ich genoss es. Die erste Platte, die ich mir kaufte war ein Album von der Oper Carmen by Bizet. Später den Soundtrack vom Musical "Hair". Ich spielte es wieder und wieder und wahrscheinlich machte ich damit alle verrückt."

Pauls Interesse galt in seinen Kindheitstagen jedoch nicht nur der Musik, sondern auch dem Zeichnen. "Das Merkwürdige war, dass Pål gegenstandfigürlich zeichnete. Eine Zeitlang zeichnete er nur Pferde, während Magne Fußball spielte bekam Pål Reitstiefel und Peitsche und verbrachte seine Freizeit auf dem Pferderücken in Ekeberg. Nach einer Weile ging das Interesse für Pferde zurück und das Schlagzeug wurde der Favorit," erinnert sich Vater Olav Gamst. Und in dieser Zeit wurde die Kücheneinrichtung von Mutter Gerade bis zum Unerträglichen malträtiert, bis sein Vater eines Tages Nachsicht hatte und ihm eine Trommel aus Pappe schenkte. Aber Paul war das nicht genug, eine echtes Schlagzeug musste her. Erst die spätere Bekanntschaft mit dem Nachbarsjungen Magne brachte ihn schließlich zu seinem heutigen Instrument, der Gitarre.

"Sowohl Magne, wie auch ich fanden heraus, dass wir "The Doors" und ebenso "Deep Purple" mochten. Es gab nichts vergleichbares in Norwegen. Eigentlich war die Musikszene dort ziemlich veraltet. Man muss beachten, dass Norwegen kein Land mit einer großen Population ist, und dass es hier viel landwirtschaftliche Industrie gibt, fischen und soetwas. Es ist keine Ansammlung vieler großer Städte und Metropolen, in denen hunderte von Bands heran wachsen."

Seine Eltern konnten den Enthusiasmus ihres Sohnes, ein Musiker zu werden, nicht ganz teilen: "Sie dachten nicht negativ darüber, aber auf der anderen Seite standen sie auch nicht 100%ig hinter der Idee. Ich denke, dass ich ihrer Meinung nach nicht mehr als ein leidenschaftliches Interesse an Musik hatte und dass ich, selbst wenn ich eine Band gründen würde, dies etwas sei, was ich in meiner Freizeit tun würde, während ich in einem richtigen Job arbeite und mir eine Karriere aufbaue." Es war seine ein Jahr ältere Schwester Tonje, die in dieser Zeit hinter ihm stand und seine Eltern davon überzeugte, dass Paul es versuchen müsse.

Für Pål stand fest: mit seinen Fähigkeiten als Songwriter und Magne an seiner Seite würden sie es schaffen. Er musste aber sehr schnell feststellen, dass sich all die Mühe nicht lohnt, wenn man keinen ordentlichen Sänger in der Band hat. Dennoch fiel es ihm Anfangs nicht leicht Morten diese Aufgabe zu überlassen, hatte er sich doch gerade erst als Sänger gegenüber Magne behauptet.

Seit dem 21.12.1991 ist Pål mit der Amerikanerin Lauren Lucia Savoy verheiratet, die er im Winter '83/84 in London kennen lernte. "Wir trafen uns im Hippodrome. Das war der einzige Orte, von dem Lauren wusste und der einzige Orte, wo ich, Morten und Magne umsonst hinein kamen. Lauren war das einfachste Mädchen dort und ich verliebte mich auf der Stelle in sie. Als sie zurück in die Staaten ging, erarbeitete ich mir eine stolze Telefonrechnung von 3.000 Pfund. Unser Manager ging an die Decke. Das war eine enorme Summe."

"Ja, und so fingst du an mir lange Briefe zu schreiben, mit Zeichnungen und Songs, die du geschrieben hattest," ergänzt Lauren, die die Briefe nie beantwortete: "Es ging doch nicht an auf solch einen Strom zu antworten. Außerdem hörten wir uns ja auch noch mindestens eine Stunde am Tag per Telefon."

"Ich war so extrem schüchtern. Als Lauren zurück in die USA ging, bekam ich die Möglichkeit ihr alles durch Briefe und Musik zu sagen. Das erste Mal, als ich zuhause bei Laurens Familie in Bosten war, und zwischen den drei Geschwistern und der Mutter saß, da wurde ich vollständig überrollt. Ich konnte kein Wort sagen. Als Laurens Schwestern dann nach London rüber kamen und die anderen Jungs ein bisschen flirteten, bekam ich die totale Paranoia."

Sein Schreckensszenario war dabei eher von der unheimlichen Art: Ein Weihnachtsnamittag zuhause bei Laurens Familie in Bosten, an sich schon ein traumatisches Erlebnis für einen schüchternen Oslojungen. Aber die Tatsache, dass am anderen Ende des Tisches Morten sitzt - als Schwager - machte es wesentlich schlimmer. Laut Magne ging es sogar soweit, dass Paul damit drohte die Band aufzulösen, wenn Morten nicht damit aufhörte sich in Laurens Schwester Pam zu verlieben.

Am 03.08.1999 bekam die Familie Waaktaar/Savoy schließlich zuwachs, ein Junge namens True August, liebevoll "Augie" genannt, erblickte das Licht der Welt: "Fünf Jahre lang haben wir über das Kinderkriegen gesprochen. Aber wir dachten, dass unser Leben einfach zu hektisch war. Die ganze Zeit pendelten wir zwischen New York und Oslo. So ist es eine ziemliche Ironie, dass wir gerade jetzt, in der unruhigsten Zeit, ein Kind bekommen: Mitten in der Veröffentlichung von dem Savoy- und a-ha-Album. Das ist ein Beweis, dass das Leben nicht geplant werden kann," sagen Paul und Lauren kurz nach der Geburt ihres Sohnes.

Dennoch schafft es Paul für sein Kind da zu sein: "Ich stehe alle drei Stunden auf, meinen Sohn zu beruhigen. Ich wache nicht von alleine auf, so dass Lauren mich leicht in die Nieren schlägt. Dann hüpfe ich aus dem Bett und wiege ihn in den Schlaf. Es gibt nur ein Problem. Eine Stunde später pflegt er Schluckauf zu bekommen," lacht Paul.